Nach der vermeidbaren Niederlage in Murnau zeigt der LSC die richtige Reaktion und fährt gegen Polling einen deutlichen Heimsieg ein.
Eine intensive englische Woche liegt hinter dem Lenggrieser SC. Nach der 1:3-Niederlage beim TSV Murnau II zeigte die Mannschaft im Heimspiel gegen den SV Polling die passende Reaktion und setzte sich am Samstag deutlich mit 5:0 durch. Damit erfüllte der LSC zugleich das von Trainer Georg Simon ausgegebene Ziel, aus den drei Spielen der englischen Woche sechs Punkte mitzunehmen.
In Murnau fehlt die Effizienz
Am Mittwochabend musste der LSC beim TSV Murnau II eine bittere 1:3-Niederlage hinnehmen. Dabei war die Partie über weite Strecken ausgeglichen und der LSC hatte durchaus seine Möglichkeiten, belohnte sich dafür aber nicht.
Nach einem Abstimmungsfehler geriet Lenggries bereits in der 9. Minute in Rückstand. Nur zehn Minuten später erhöhte Murnau mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0. Dabei hatte der LSC zuvor selbst zwei hervorragende Möglichkeiten: Jakob Gerg scheiterte aus kurzer Distanz am Murnauer Torhüter, auch Michael Gerg konnte den Abpraller nicht verwerten.

Auch nach der Pause blieb der LSC bemüht, musste aber nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung das 0:3 hinnehmen. Erst Martin Wasensteiner konnte in der 85. Minute nach Vorarbeit von Jakob Gerg noch den Anschlusstreffer erzielen.
LSC-Trainer Georg Simon sah trotz der Niederlage keinen Grund, seiner Mannschaft mangelnden Einsatz vorzuwerfen: „Wir haben 90 Minuten lang Gas gegeben.“ Gleichzeitig ärgerte er sich über die eigene Chancenverwertung und die vermeidbaren Gegentore.
Deutliche Antwort gegen Polling
Nur wenige Tage später bekam der LSC im Heimspiel gegen den SV Polling die Gelegenheit zur Wiedergutmachung – und nutzte sie eindrucksvoll. Mit 5:0 setzte sich Lenggries am Ende deutlich durch.
Dabei hätte das Ergebnis bereits zur Pause wesentlich höher ausfallen können. Der LSC erspielte sich zahlreiche gute Möglichkeiten und ging durch Leo Gerg in der 14. Minute nach einer schönen Kombination mit 1:0 in Führung. Danach wurden jedoch mehrere beste Chancen vergeben.

Michael Gerg hatte aus kurzer Distanz ebenso die Möglichkeit zu erhöhen wie Sebastian Dix und Elias Stara. So ging es trotz deutlicher Überlegenheit nur mit einer knappen Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der LSC wesentlich konsequenter. Jakob Gerg sorgte in der 49. Minute mit dem 2:0 für den wichtigen Dosenöffner.
Anschließend brachte Georg Simon frische Kräfte – und die Einwechselspieler sorgten für zusätzlichen Schwung. Max Franke setzte sich in der 70. Minute an der Strafraumkante stark durch und erzielte das 3:0. Nur drei Minuten später folgte das 4:0: Nach einer sehenswerten Kombination über mehrere Stationen stand Tobias Schlick frei und schob den Ball über die Linie.
Den Schlusspunkt setzte Erdem Cakir in der 83. Minute. Nach einer Ecke konnte Polling den Ball nicht entscheidend klären, Cakir nutzte die Gelegenheit und stellte auf 5:0.
Sechs Punkte als Ziel erreicht
Mit dem klaren Heimsieg gegen Polling zeigte der LSC die gewünschte Reaktion auf die Niederlage in Murnau. Besonders die zweite Halbzeit machte deutlich, welche Qualität und welche Möglichkeiten im Kader stecken. Auch die Einwechselspieler fügten sich hervorragend ein und sorgten für neuen Druck.
„Meine Ahnung vor der Partie, dass die Bank eine entscheidende Rolle spielen wird, war richtig“, bilanzierte Georg Simon nach dem Spiel.
Damit holte der Lenggrieser SC aus der englischen Woche die angestrebten sechs Punkte und bleibt in der Kreisliga weiter in der Spitzengruppe. Gleichzeitig zeigte die Woche aber auch, woran weiter gearbeitet werden muss: Die Chancenverwertung und das Vermeiden unnötiger Fehler bleiben wichtige Punkte für die kommenden Aufgaben.
⚠️ Hinweis für unsere Zuschauer
Am kommenden Wochenende ist der Lenggrieser SC bereits am Freitagabend im Einsatz!
Der LSC empfängt am Freitag, 25. September 2026, um 17:15 Uhr den MTV Berg im Lenggrieser Isarstadion.
Aufgrund der ungewohnten frühen Anstoßzeit hoffen wir dennoch auf zahlreiche Zuschauer und Unterstützung für unsere Mannschaft.
Freitag, 25.09.2026 | 17:15 Uhr
Lenggrieser SC – MTV Berg
Isarstadion Lenggries

LSC II gewinnt das Isarwinkel-Derby klar mit 4:0
Die zweite Mannschaft des Lenggrieser SC hat das mit Spannung erwartete A-Klasse-4-Derby gegen die SG Wackersberg/Gaißach II mit 4:0 (2:0) für sich entschieden. Nach mehr als zehn Jahren trafen die Isarwinkler Vereine wieder in einem Pflichtspiel aufeinander. Rund 250 Zuschauer – viele davon waren nach dem vorherigen Spiel der ersten Mannschaft noch im Isarstadion geblieben – sorgten bei bestem Fußballwetter für einen würdigen Rahmen.
Dabei gingen beide Mannschaften mit ordentlich Selbstvertrauen in das Derby. Die Gäste als Aufsteiger hatten in der Vorwoche ihre ersten drei Punkte in der A-Klasse eingefahren, während der LSC II beim 8:0 gegen die SG Tegernseer Tal ebenfalls ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt hatte.
Von Beginn an war Feuer in der Partie. Trotz der Derby-Brisanz blieb die Begegnung über weite Strecken sportlich fair. Die erste Chance gehörte den Gästen, ein Freistoß verfehlte jedoch das Lenggrieser Tor.
In der 19. Minute schlug dann der LSC zu. Nach einem Freistoß zentral vor dem Tor nahm Tobias Schlick Maß und jagte den Ball mit einer strammen Fackel Richtung SG-Gehäuse. Gästekeeper Matthias Hundegger konnte den Schuss zwar abwehren, doch der Ball fiel Gabriel Kozina vor die Füße. Der Lenggrieser Neuzugang blieb eiskalt und verwandelte gekonnt in die lange Ecke – 1:0.
Der LSC übernahm nun immer mehr die Kontrolle. Nach einem Kopfball von Benedikt Ertl wäre beinahe der zweite Treffer gefallen, der Ball strich jedoch knapp über die Latte.
Anschließend wurde es auf dem Platz zunehmend ruppiger. Bei einem Zweikampf im Mittelfeld kam ein SG-Spieler zu spät und traf LSC-Außenverteidiger Markus Schwaiger unglücklich. Schiedsrichter Florian Zweckinger zeigte die gelbe Karte. Für Schwaiger ging es allerdings nicht weiter, er musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Alexander Endler in die Partie.

Der eingewechselte Endler fügte sich sofort bestens ein. Kurz nach seiner Einwechslung prüfte er den Gästekeeper mit einem strammen Schuss. Nur wenig später setzte er sich stark durch und bediente den besser postierten Gabriel Kozina. Der Defensivspieler blieb erneut cool und schnürte mit einem Schuss aus rund elf Metern in die rechte Ecke seinen Doppelpack zum 2:0 (43.).
Kurz vor der Pause hätte der LSC beinahe noch nachgelegt. Ein sehenswert vorgetragener Angriff über Endler und Ertl wurde von der Gästeabwehr in höchster Not geklärt.
Mit der verdienten 2:0-Führung ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel blieb der LSC am Drücker. Kapitän Johannes Haug und Mittelstürmer Anthony Hartmann hatten weitere Möglichkeiten, konnten den Ball aber nicht im Tor unterbringen. Auf der Gegenseite zielte Gästeverteidiger Andreas Fischer knapp am Lenggrieser Gehäuse vorbei.
Dann fehlten nur Zentimeter zum dritten LSC-Treffer: Benedikt Ertl zog von der rechten Seite nach innen und traf aus rund 20 Metern nur das Lattenkreuzeck. Das Derby nahm nun endgültig Fahrt auf.
Die SG Wackersberg/Gaißach versuchte, den Anschlusstreffer zu erzwingen. Peter Zehetmaier rutschte nur knapp an einer Hereingabe vorbei, anschließend scheiterte Florian Hohenreiter mit einem Freistoß an der Lenggrieser Mauer. Ein Anschlusstreffer hätte die Partie sicherlich noch einmal spannend gemacht.
Doch der LSC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer starken Parade des inzwischen eingewechselten SG-Torwarts Nick Lachner bekam Benedikt Ertl den Ball aus kurzer Distanz erneut vor die Füße. Aus rund drei Metern setzte er den Ball allerdings über das Tor – die Entscheidung musste also noch warten.

In der 76. Minute machte Ertl seinen Fehler jedoch wieder gut. Nach einer weiteren Lenggrieser Offensivaktion kam der Ball zum Angreifer, der aus gut fünf Metern abzog und die Kugel unhaltbar unter die Latte hämmerte – 3:0.
Spätestens nach dem Platzverweis gegen den Gaißacher Ahmed Khalaf wegen Meckerns in der 85. Minute ergaben sich für den LSC noch größere Räume. Michael Schnaderbeck scheiterte zunächst noch am Gästekeeper, der seinen Schuss zur Ecke lenkte.
Die anschließende Ecke brachte dann den endgültigen Schlusspunkt: Dominik Hofer stieg am höchsten und köpfte in der 88.Minute den Ball zum 4:0 in die Maschen.
Damit feierte der LSC II einen auch in dieser Höhe verdienten Derbysieg und setzte nach dem 8:0 in der Vorwoche das nächste deutliche Ausrufezeichen.
„Wir waren gut in den Zweikämpfen und spielerisch besser“
Trainer Markus Schinnagel, der den beruflich verhinderten Martin Kerwien vertrat, zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
„Wir waren gut in den Zweikämpfen und waren auch spielerisch besser als der Gegner. Besonders die Hintermannschaft um Benedikt Wasensteiner, Felix Kreher und Torwart Thomas Ertl stand sehr sicher.“

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich dann auch der faire Charakter des Derbys: Beide Mannschaften gaben sich die Hand und ließen die Partie bei einem gemeinsamen Bier ausklingen. Dabei wurde die eine oder andere Szene des umkämpften Derbys noch einmal diskutiert.
Für den LSC II gilt es nun, den Schwung mitzunehmen. Am kommenden Wochenende geht es zum Auswärtsspiel nach Irschenberg. Dort soll mit einer ähnlich starken Leistung der nächste Punktgewinn folgen, um sich weiter in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.

